Im Frühjahr und Sommer 2020 hat unsere Energiegenossenschaft vier Solaranlagen in Ostdeutschland gebaut. Zwei der Anlagen wurden auf Dächern des Metallbaubetriebs ZRA in 39365 Harbke (Sachsen-Anhalt) errichtet:

  • 172 kWp auf dem Bürogebäude
  • 580 kWp auf den Produktionshallen

 

Die HEG hat mit dem Betrieb Pachtverträge abgeschlossen, die uns den Betrieb der Anlagen für eine Dauer von 25 Jahren zusichern. Die Dächer wurden im Zuge der Errichtung unserer Solaranlagen frisch saniert, sodass während des Betriebs der Anlage über 25 Jahre keine Dachsanierung zu erwarten ist. Die Sanierung und die Installation der Solaranlagen wurden im April und Mai 2020 von den Firmen Hyperion und Elkbe systemWERK GmbH aus Magdeburg durchgeführt. Hyperion hatte bereits mehrere Megawatt Photovoltaikanlagen auf Hallendächern, die sie vorher saniert hat, in Sachsen-Anhalt gebaut und ist ein erfahrener Solarteur. Die Projektierung sowie der Netzanschluss (im Oktober 2020) erfolgte durch unsere Tochter-Firma EvO. Auch die Wartung der Anlage während des Betriebs übernimmt die EvO. Da die Fernüberwachung detailliert auf Strang-Ebene erfolgt, kann ein Großteil online erfolgen und es fallen kaum Vor-Ort-Termine an.

 

Die Anlage wird auf dem Bürogebäude installiert.
Fertige Solaranlage auf den Produktionshallen.

Außerdem haben wir in Thüringen Anlagen auf Gewerbegebäuden in der Lutherstadt Eisleben sowie in Stedten (in der Nähe von Eisleben) gebaut:

  • März 2020: 82 kWp in Eisleben
  • Juli 2020: 96 kWp in Stedten

 

Beide Gewerbegebäude gehören dem gleichen Eigentümer. Die Dächer wurden wenige Jahre (Stedten) bzw. Monate (Eisleben) vor dem Bau unserer Solaranlagen saniert, sodass ein langfristiger Betrieb durch die HEG gewährleistet ist. Es wurden Pachtverträge mit einer Dauer von 30 Jahren abgeschlossen. Bei dem Projekt Eisleben besteht die Möglichkeit, den Strom vom Dach direkt an die Mieter des Gebäudes zu verkaufen. Eine Wirtschaftlichkeit der Solaranlage ist aber auch bei Volleinspeisung des Stroms ins Netz sichergestellt.

Beide Anlagen wurden von der Firma PowerWatt errichtet, mit dessen Geschäftsführer wir bei mehreren Projekten bereits zusammengearbeitet hatten (Neue Heimat Nußloch, Sportgebäude Uni Heidelberg, Chemie-Hörsaal Uni Heidelberg). Die Wartung wird auch bei diesen Anlagen von der EvO übernommen.

Die fertige Anlage in Eisleben.

 

Weshalb eigentlich überregionale Anlagen?

In 2020 haben wir zum ersten Mal Solaranlagen außerhalb unserer Region umgesetzt: Bei der Firma Ley (Hessen) sowie den oben genannten Anlagen in Sachsen-Anhalt und Thüringen. Im Vorfeld haben Aufsichtsrat und Vorstand über die Entscheidung beraten, das Aktionsgebiet über unsere Region auszuweiten. Der Entschluss, auch bundesweit Projekte umzusetzen, hat mehrere Gründe:

  • Durch restriktive Politik (geringe Ausbaukorridore, Verkomplizierungen) ist es schwierig geworden, rentable Photovoltaikprojekte in einer mittleren Größe zu bauen, die zu unserer Genossenschaft passen. Neue Projekte sind daher insbesondere in der Metropolregion schwierig zu finden, da dort der Druck auf Flächen groß ist. Gleichzeitig gab es über Kontakte die Chance, andernorts Dachflächen wirtschaftlich für Photovoltaikanlagen zu nutzen.
  • Die Klimakatastrophe ist ein globales Problem. Jede Anlage, die Sonnenstrom produziert, nutzt der Energiewende und ist ein kleiner Beitrag, die Klimakatastrophe aufzuhalten.
  • Neue Photovoltaikanlagen helfen der HEG, den Weg der Professionalisierung weiterzugehen. Wenn wir viele neue Projekte umsetzen, können wir Personal bezahlen und unsere Kostenstruktur durch ein größeres Anlagenportfolio auf ein breiteres Fundament stellen. Mit bezahltem Personal können wir wiederum mehr für die Energiewende bewirken.

 

Am liebsten bauen wir natürlich Projekte in und um Heidelberg. Wenn Sie Tipps und Kontakte zu Eigentümern größerer Dächer haben, melden Sie sich bitte bei uns!

Übrigens: Mit unserer Tochterfirma bauen wir mittlerweile auch Kleinanlagen auf Privatdächern. Melden Sie sich bei Interesse bei uns – wir freuen uns, die Energiewende mit Ihnen gemeinsam anzupacken.

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